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Automatisierung der Produktion in Bayern: So steigert die Automatisierung der Produktion die Produktivität

Automatisierung der Produktion in Bayern: So steigert die Automatisierung der Produktion die Produktivität
In Bayern steigert die Automatisierung der Produktion die Produktivität. (Foto: Mithilfe von KI generiert)
Die Automatisierung der Produktion beginnt oft mit einem einzelnen Roboter. Er palettiert, belädt eine Maschine oder fährt eine wiederkehrende Schweißbahn. Schon dieser erste Schritt ermöglicht eine höhere Produktivität je Arbeitsstunde. Für Betriebe in Bayern spricht noch ein Grund für die Automatisierung der Produktion, der im Standort begründet liegt.

Warum setzen bayerische Unternehmen auf die Automatisierung der Produktion?

Bayern ist ein teurer Standort. Im Standortvergleich der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw) liegt der Freistaat bei den Kosten für Arbeit, Energie, Steuern und Abgaben über den meisten Vergleichsregionen. Bezüglich der Forschung und der Entwicklung bescheinigt ihm derselbe Vergleich eine hohe Kompetenz.

Eine Roboterzelle senkt die Arbeitsstunden je gefertigtem Teil. Für Unternehmen in Bayern ist die Automatisierung der Produktion somit die passende Antwort auf Kosten, die sich am Standort kaum anderweitig drücken lassen. Sie nutzt zugleich das technische Wissen, das im Freistaat vorhanden ist.

Wie trägt die Automatisierung der Produktion in Bayern zur Steigerung der Stückzahlen bei?

Ein Industrieroboter ist auf Wiederholung ausgelegt. Er fährt dieselbe Bahn tausendfach, schnell und präzise, ohne Pause und ohne Schichtwechsel. Bezüglich hohen Stückzahlen entsteht so mehr Ausstoß je Arbeitsstunde.

Die Qualität bleibt gleich, Nacharbeit und Ausschuss gehen zurück. Das ist der Kern jedes Produktivitätsgewinns durch die Automatisierung der Produktion.

Wie viel Schulungen dazu beitragen, zeigt eine Auswertung von Forschern um das ifo Institut aus dem November 2025. Sie verfolgten deutsche Werke bei der Einführung von Robotern.

Werke mit Betriebsrat bauten ihren Produktivitätsvorsprung gegenüber Werken ohne Betriebsrat auf fast 30 Prozent aus. Die Autoren erklären dies mit häufigerem Training während der Umstellung. Roboter und geschulte Beschäftigte zusammen, ermöglichen den größten Sprung bezüglich der Stückzahlen.

Welche Faktoren sind für eine erfolgreiche Automatisierung der Produktion in Bayern entscheidend?

Ob der Roboter hohe Stückzahlen erbringt, hängt bezüglich der Automatisierung der Produktion von folgenden Punkten ab:

  • Engpass vor Produkt: Am Anfang steht die Frage nach dem stockenden Ablauf, nicht die nach dem Roboter.
  • Bauteillage: Verändert sich die Lage der Teile, braucht der Roboter eine Kamera oder eine feste Aufnahme.
  • Rüstaufwand: Bei kleinen Losgrößen zählt der schnelle Wechsel zwischen Bauteilen oft mehr als das Tempo des Arms.
  • Test mit echten Werkstücken: Ein Probelauf mit eingesandten Mustern zeigt, ob der Prozess mit wechselnden Bauteilen läuft.
  • Sicherheit: Greifer, Zuführung und Schutztechnik gehören von Anfang an in die Planung der Zelle.

Für welche bayerischen Unternehmen lohnt sich die Automatisierung der Produktion?

Klassische Industrieroboter passen zu hohen Stückzahlen. Sie brauchen eine Schutzzelle, eine Stellfläche und Fachleute für die Programmierung.

Kollaborierende Roboter, kurz Cobots, teilen sich den Arbeitsplatz mit Menschen. Gerade für kleine Serien und wechselnde Aufgaben eignen sie sich besonders gut. In einem Praxisbeispiel fanden sie eine hohe Akzeptanz in der Belegschaft. Viele kleine und mittlere Unternehmen steigen mit einem Cobot ein und erweitern später.

Eine integrierte Roboterzelle kostete nach einer Anbieterangabe aus dem Jahr 2022 etwa 70.000 Euro, andere Firmen nennen höhere Summen. Der Arm ist bezüglich der Automatisierung der Produktion ein Kostenblock von mehreren. Greifer, Zuführung, Sicherheitstechnik und Inbetriebnahme kommen dazu, später Wartung und Ersatzteile.

Der Digitalbonus Bayern erstattet kleinen Unternehmen einen Teil der förderfähigen Kosten, Roboter-Hardware eingeschlossen. Förderkredite ergänzen die Finanzierung.

Eine herstellerunabhängige Beratung bieten im Freistaat Forschungsinstitute, Netzwerke und Handwerkskammern. Eine Beratung vor dem Kauf klärt, welcher Roboter zum Engpass passt. Am schnellsten rechnet sich der Einstieg für Unternehmen mit wiederkehrenden Handgriffen im Takt.

Welche Auswirkungen hat die Automatisierung der Produktion auf die Beschäftigten in bayerischen Unternehmen? 

Arbeitsplätze haben Roboter in Deutschland bisher kaum gekostet. Im Alltag nimmt die Automatisierung der Produktion den Beschäftigten das Heben, Beschicken und Palettieren im Takt ab. Die Arbeit verlagert sich hin zum Einrichten, Bedienen und Überwachen der Anlage.

Wie viel die Anlage tatsächlich bringt, hängt von der Schulung während der Umstellung ab. Unternehmen, die ihre Mitarbeiter früh einbinden, holen den größten Gewinn heraus. Aus Maschinenbedienern werden so Anlagenführer mit mehr Verantwortung.

Wie stark ist die Produktion in Bayern bereits automatisiert?

Digitalaffine Industrieunternehmungen im Freistaat Bayern arbeiten produktiver als der Rest. Dies zeigt eine Untersuchung der vbw. Sie erklärt den Abstand mit Anpassungen und begleitenden Investitionen, die Zeit brauchen. Unternehmen, die früh beginnen, haben demnach den zeitlichen Vorteil auf ihrer Seite.

Zu den Vorreitern zählt sich bislang nur eine Minderheit der bayerischen Unternehmen. Für alle anderen bayerischen Unternehmen liegt darin aber auch eine Chance. Denn der Abstand zu den Besten zeigt, wie viel Produktivität noch zu schaffen ist.

Die Zahlen sprechen ganz klar für den Einstieg. Die Automatisierung der Produktion erhöht die Stückzahlen je Arbeitsstunde, nimmt den Beschäftigten schwere Handgriffe ab und stärkt teure Standorte wie Bayern.

Am stärksten profitieren Unternehmen, die den entscheidenden Engpass identifizieren, ihre Mitarbeiter gezielt befähigen und den nötigen Anlauf konsequent durchhalten. Genau so steigert die Automatisierung der Produktion die Produktivität in Bayern.