Der Sportartikelhersteller Adidas hat dank guter Geschäfte im ersten Halbjahr - auch im Zuge der Fußball-WM - seine Prognose nach oben korrigiert. Die Erlöse sollen nun im gesamten Jahr 2026 um neun bis zehn Prozent steigen. Zuvor war Adidas von einem Wachstum im «hohen einstelligen Bereich» ausgegangen. Beim Betriebsergebnis behielt Adidas seine Prognose von 2,3 Milliarden Euro bei.
Adidas hatte massiv in die Fußball-WM investiert und insgesamt 14 Teilnehmermannschaften ausgerüstet, darunter auch die beiden Finalisten Spanien und Argentinien, Mit-Gastgeber Mexiko sowie die früh ausgeschiedene deutsche Nationalmannschaft. Auch die Schiedsrichter-Trikots sowie die Spielbälle kamen von Adidas.
«Wir haben viel mehr verkauft als je zuvor», sagte Adidas-Vorstandschef Björn Gulden der angesichts der andernorts heftig kritisierten Fußball-WM ins Schwärmen geriet: «Wir hätten nicht besser aussehen und es nicht besser machen können!»
Der frühere Fußball-Profi fuhr fort: «Unsere Marketingkampagne Backyard Legends brachte die Liebe zum Spiel zurück, so wie wir es früher auf der Straße gespielt haben.» Allerdings gab Adidas im Zuge dessen auch 200 Millionen Euro mehr für Marketing aus. Dies, sowie höhere Kosten für Fracht, Beschaffung und US-Zölle bremsten die Ergebnisentwicklung, die unter den Erwartungen der Analysten ausfiel.