Der Frühling in Bayern war nach Meinung von Wetterexperten in diesem Jahr viel zu trocken. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) registrierte von März bis Ende Mai nur 110 Liter Niederschlag pro Quadratmeter, halb so viel wie der klimatologische Vergleichswert. Nach Meinung der Meteorologen könnten diese Monate deshalb als zweittrockenstes Frühjahr in die Messgeschichte eingehen. Einzige Ausnahme: das Alpenvorland. Hier fielen pro Quadratmeter mehr als 300 Liter Niederschlag.
Ungewöhnlich ist nach DWD-Angaben auch das häufige schöne Wetter. In Bayern schien die Sonne im Frühling 660 Stunden lang. Vor allem der April sei hervorgetreten - mit viel Wärme, Trockenheit und vielen Sonnenstunden. Die Durchschnittstemperatur lag bei 9,5 Grad.
Bayern ist damit in Deutschland keine Ausnahme. Auch im bundesweiten Vergleich wertete der DWD das Frühjahr als deutlich zu warm und extrem trocken. «Dazu schien die Sonne nahezu ungebremst», hieß es in einer Mitteilung. Zumindest im Mai bildete Bayern jedoch eine Ausnahme. Hier schien die Sonne in diesem Monat so wenig, wie in keinem anderen Bundesland.