Nach dem Brand eines Windrades an der Autobahn 7 nahe Kitzingen fordert die Polizei Schaulustige auf, ausreichend Abstand zu halten. Es werde eindringlich davor gewarnt, den Absperrbereich zu betreten, teilte das Polizeipräsidium Unterfranken mit. Vor allem solle man sich nicht unter das Windrad begeben: «Aufgrund möglicher weiterer herabstürzender Teile besteht erhöhte Verletzungs- und Lebensgefahr.»
«Da sind viele Schaulustige dort», schilderte ein Sprecher am Vormittag. Diese würden auch ganz nah an das noch immer brennende Windrad herangehen und herabgestürzte Teile aufsammeln. Dies sei hochgefährlich, warnte der Polizeisprecher. «Das mit der Lebensgefahr ist nicht einfach so dahergesagt. Wenn der Propeller, der dort dranhängt, runterkommt, kann dies zu erheblichen Verletzungen führen!»
Propeller droht abzustürzen
Das mehr als 100 Meter hohe Windrad war am Samstagabend in Brand geraten. Mehrere Verkehrsteilnehmer hatten eine starke Rauchentwicklung an der Turbine festgestellt. Die örtlichen Feuerwehren entsandten daraufhin ein Großaufgebot. Kurz nach Eintreffen der Einsatzkräfte stand das Windrad dann in Flammen.
Allerdings konnte die Feuerwehr das Feuer nicht löschen. Es gebe keine Geräte, die eine Höhe von über 100 Metern haben, um das Feuer von außen zu bekämpfen, erklärte ein Feuerwehrsprecher. Gleichzeitig verbiete es sich, Kräfte im Inneren des Windrads zur Brandbekämpfung einzusetzen. «Das heißt, in diesem Fall bleibt uns nichts anderes übrig, als Abstand zu halten und die Lage zu beobachten.»
Die A7 wurde deshalb am Abend vorübergehend zwischen den Anschlussstellen Kitzingen und Marktbreit für etwa dreieinhalb Stunden gesperrt. Auch am Sonntag konnte das Feuer zunächst nicht gelöscht werden, weil der Propeller drohte abzustürzen. Die Einsatzkräfte sperrten den Bereich deshalb in einem Radius von 300 Metern um das Windrad ab.
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