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Mehrere Unfälle mit tödlichem Ausgang auf Bayerns Straßen

Bei dem Unfall im Landkreis Haßberge starb ein 49-Jähriger, zwei weitere Menschen wurden schwer verletzt. / Foto: Christian Licha/dpa
Bei dem Unfall im Landkreis Haßberge starb ein 49-Jähriger, zwei weitere Menschen wurden schwer verletzt. / Foto: Christian Licha/dpa

Über eine rote Ampel gerast, Gas und Bremse verwechselt, Stoppschild übersehen – die Ursachen für Verkehrsunfälle am Wochenende im Freistaat waren zahlreich. Es gab mehrere Tote und viele Verletzte.

Nach Verkehrsunfällen auf Bayerns Straßen sind am ersten Adventswochenende mindestens fünf Menschen gestorben. Darüber hinaus vermeldeten die Polizeipräsidien und -inspektionen zahlreiche, zum Teil lebensgefährlich Verletzte. Eine Übersicht:

Zwei Tote nach Fahrt über rote Ampel

Beim Zusammenstoß zweier Autos in München sind zwei Menschen tödlich und zwei weitere schwer verletzt worden, als ein 19-Jähriger laut Polizei deutlich zu schnell bei Rot über die Ampel fuhr. Er stieß am Samstagabend mit dem Wagen eines 27-Jährigen zusammen, der ordnungsgemäß nach links abbog. Dessen 21 und 48 Jahre alten Mitfahrer wurden tödlich verletzt. Der 27-Jährige kam verletzt in eine Klinik, ebenso die 19 Jahre alte Beifahrerin des mutmaßlichen Unfallverursachers. Der 19-Jährige überstand den Unfall unverletzt.

Bei einem Unfall mit drei Autos starb im unterfränkischen Landkreis Haßberge ein 49 Jahre alter Mann, die beiden weiteren Fahrer wurden schwer verletzt. Wie die Polizei mitteilte, war der Wagen des 49-Jährigen am Samstagabend zwischen Ebelsbach und Zeil am Main in den Gegenverkehr geraten und dabei mit einem entgegenkommenden Auto zusammengestoßen. Zudem kollidierte noch ein weiterer Wagen mit dem Fahrzeug des 49-Jährigen, der eingeklemmt wurde und noch am Unfallort seinen schweren Verletzungen erlag.

Ebenfalls am Samstagabend starb ein Mann in Büchlberg im Landkreis Passau, der mit seinem Auto in einer Kurve die Kontrolle verloren hatte und in einem Graben in seinem Wagen eingeklemmt wurde. Wie die Polizei mitteilte, befreiten Rettungskräfte den 48-Jährigen aus dem Wrack, doch er starb noch an der Unfallstelle.

Auch Fußgängerin unter den Toten

In Nürnberg starb eine Fußgängerin, nachdem sie ein Autofahrer beim Rückwärtsfahren angefahren hatte. Wie die Polizei mitteilte, hatte der 83 Jahre alte Autofahrer beim Einparken am Freitag möglicherweise Gas und Bremse verwechselt. Die 71-Jährige starb in der Nacht in einer Klinik.

Auch im Landkreis Schweinfurt wurde ein Fußgänger von einem Auto erfasst und lebensgefährlich verletzt. Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, war der 83 Jahre alte Mann am Freitag mit seinem Rollator an einer Staatsstraße unterwegs, als ein 88-Jähriger mit seinem Wagen in die scharfe Kurve bei Werneck fuhr und den Spaziergänger traf. Der genaue Unfallhergang blieb zunächst unklar.

Mehrere Unfälle mit vielen Verletzten

Beim Zusammenstoß mehrerer Fahrzeuge auf der Autobahn 9 im Landkreis Eichstätt wurden sieben Menschen verletzt, einer davon lebensgefährlich. Wie die Polizei am Samstag mitteilte, hatte ein Auto am Freitagabend bei Denkendorf verkehrsbedingt gebremst, worauf zwei weitere Wagen auffuhren. Der letzte geriet durch den Zusammenstoß ins Schleudern und prallte gegen ein weiteres Fahrzeug. Der 21-jährige Fahrer des ins Schleudern geratenen Autos wurde lebensgefährlich verletzt, seine 17 Jahre alte Beifahrerin schwer. Fünf weitere Insassen anderer Fahrzeuge erlitten leichte Verletzungen.

Ein verletzter Autofahrer hat nach einem Unfall in Rödental (Landkreis Coburg) dem mutmaßlichen Verursacher ins Gesicht geschlagen. Wie die Polizei am Samstag mitteilte, nahm ein 22-Jähriger dem Mann am Vortag mit seinem Wagen an einer Kreuzung die Vorfahrt. Dabei prallte er gegen das Auto des 50-Jährigen. Durch den Zusammenstoß wurden beide Fahrer sowie drei Insassen leicht verletzt. Der 50-Jährige wurde daraufhin rabiat.

An ausgeschalteter Ampel Stoppschild übersehen

Weil ein Autofahrer an einer Kreuzung in Memmingen einem anderen Fahrer die Vorfahrt genommen hat, sind vier Menschen verletzt worden. Der 25-Jährige habe in der Nacht zu Samstag bei ausgeschalteten Ampeln das Stoppschild nicht beachtet, teilte die Polizei mit. Er kollidierte mit einem anderen Auto. Die Beifahrerin in diesem Wagen wurde schwer verletzt, die anderen drei Insassen nur leicht.

Bei Blitzeis ist ein Lastwagenfahrer beim Autobahnkreuz Regensburg in der Nacht zu Samstag ins Rutschen gekommen und mit seinem Wagen auf die Fahrerseite umgekippt. Der Fahrer wurde verletzt in ein Krankenhaus gebracht, teilte die Polizei mit.

Einen glücklichen Ausgang nahm hingegen ein medizinischer Notfall auf der Autobahn 73 bei Fürth, wo laut Polizei ein 48-Jähriger aufgrund gesundheitlicher Probleme die Kontrolle über seinen Wagen verlor und ins Schleudern geriet. Rettungskräfte konnten den 48-Jährigen am Sonntag erfolgreich wiederbeleben. Seine 47 Jahre alte Ehefrau blieb körperlich unverletzt, die 15 Jahre alte Tochter kam mit einer Beule am Kopf davon.

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