Der Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg ist in Cham nach mehreren Stunden am frühen Morgen entschärft worden. «Die Entschärfungsarbeiten waren sehr schwierig und haben sich leider sehr in die Länge gezogen», hieß es auf der Facebook-Seite der Stadt am frühen Morgen. Der Schulbetrieb könne nun wie gewohnt aufgenommen werden. «Den Betroffenen danken wir für Ihr Verständnis und Ihre Geduld.»
Etwa 2.500 Menschen hatten nach dem Fund am Mittwochabend ihre Häuser und Wohnungen verlassen müssen, wie das Landratsamt mitteilte. Davon betroffen waren auch ein Krankenhaus und ein Pflegeheim. Zudem war der Chamer Bahnhof gesperrt, wie die Bahn auf X mitteilte.
Landrat Franz Löffler (CSU) rief noch am Abend den Katastrophenfall aus: Es war nicht auszuschließen, dass der Langzeitzünder aktiviert worden war. «Der Katastrophenfall wird ausgerufen, wenn eine Gefahr für Leib und Leben einer großen Anzahl von Menschen besteht», hieß es.