Die Tötung eines bissigen Welses in einem See in Mittelfranken beschäftigt nun auch die Staatsanwaltschaft. Es werde geprüft, ob ein Verstoß gegen das Tierschutzgesetz vorliege, sagte der Sprecher der zuständigen Staatsanwaltschaft in Ansbach, Jonas Heinzlmeier. Die Ermittlungen führe das bayerische Landeskriminalamt, weil unter den Beschuldigten ein Polizeibeamter sei. Die Tierrechtsorganisation Peta und eine Privatperson hatten ihm zufolge Strafanzeige erstattet.
Der zwei Meter lange Wels hatte nach Angaben der Polizei am 20. Juni am Brombachsee im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen mindestens fünf Badende angegriffen und verletzt. Die Polizei entschied zusammen mit dem örtlichen Anglerverein und der Wasserwacht, das Tier zu töten, weil es demnach ein Sicherheitsrisiko für die Badegäste und Besucher eines Musikfestivals an dem See darstellte.