Nach dem tödlichen Bergunglück der Ex-Biathletin Laura Dahlmeier hat Reinhold Messner über die Gefahren des Bergsteigens gesprochen. Man folge seiner Leidenschaft, sei dabei aber auch gegenüber Angehörigen und Gesellschaft egoistisch, sagte der Extrembergsteiger in der Sendung «phoenix persönlich», die am Sonntag ausgestrahlt wird. «Natürlich gehe ich los mit der Sicherheit, ich habe alles im Griff», so der 80-Jährige. Klettern in der Wildnis berge jedoch große Gefahren. Man könne vorsichtig sein, doch ein Restrisiko bleibe.
Die Natur sei unendlich im Vergleich zum Menschen, dieser fehlerhaft. Niemand steige auf Berge, um zu sterben. Wer sich jedoch in der wilden Natur exponiere, stelle sich Gefahren. Wer nicht bereit sei, am Berg zu sterben, dürfe nicht bergsteigen. Die Sportart sei «die unmittelbare Auseinandersetzung zwischen Mensch und Natur». Diese könne tödlich enden. Auch durch die Erderwärmung seien die Berge heute brüchiger als früher, so Messner; Steinschlag sei nicht berechenbar.