Nach dem tödlichen Unglück von Laura Dahlmeier im Karakorum in Pakistan hat ihre Seilpartnerin Details zum Hergang geschildert. «Ich habe beobachtet, wie die Laura ein riesengroßer Stein getroffen hat, und wie sie dann gegen die Wand geschleudert wurde. Von dem Moment an hat sie sich auch nicht mehr bewegt», schilderte Marina Krauss am Donnerstag, drei Tage nach dem Unglück, in einer Presserunde in der Stadt Skardu, wie der Bayerische Rundfunk (BR24) berichtete.
Leichnam wird vorerst nicht geborgen
Pakistanische Behörden werden vorerst keinen weiteren Bergungsversuch in die Wege leiten. Damit wolle das Rettungsteam den Wunsch der verunglückten Sportlerin respektieren, wonach niemand sein Leben riskieren sollte, um sie zu bergen.
Auch das Management der Sportlerin erklärte, aufgrund der aktuell vorherrschenden Gefahren am Laila Peak werde in Abstimmung mit dem Alpine Club of Pakistan (ACP) der Leichnam nicht geborgen. «Die Angehörigen werden im Austausch mit den Behörden vor Ort die Situation am Laila Peak beobachten und halten es sich offen, eine Bergung zu einem späteren Zeitpunkt zu veranlassen.»
Bergungsversuche waren aufgrund widriger Wetterbedingungen gescheitert. Bei einem Überflug mit dem Hubschrauber wurde laut Huber und einem pakistanischen Regierungssprecher Dahlmeiers lebloser Körper gesichtet. Dahlmeiers Leichnam habe sich in einem schwierigen Terrain befunden, was im Falle einer Bergung eine hohe Gefahr für das Rettungsteam bedeutet hätte.
Teil des Rettungsteams war der bayerische Alpinist Thomas Huber. «Als erfahrene Bergsteiger haben wir uns entschieden, nicht zu gehen», sagte er. Auch der pakistanische Behördensprecher schilderte der dpa, dass eine Bergung aufgrund des widrigen Terrains gescheitert sei.