Kategorisch Nein zu den Windrädern einerseits, die Mahnung an die Verantwortung für folgende Generationen andererseits: Kontrovers und emotional haben Bürgerinnen und Bürger am Montag über Bayerns größten geplanten Windpark im Landkreis Altötting diskutiert. «Die Sch... dinger haben nix im Wald verloren», ruft ein Anwohner. «Leute, denkt dran: Wir haben Kinder und Enkel! Wir schieben das Problem noch in die Hosentasche - aber unsere Enkel nimmer!», mahnt ein anderer mit Blick auf die Klimakrise bei einer Bürgerversammlung in Marktl dringlich. Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger war am Montag in den Landkreis Altötting gereist, um sich den Fragen und Sorgen der Bürger zu stellen.
Das Nein der Mehringer zum größten Windparkprojekt des Freistaats im Altöttinger Forst hatte erheblich für Wirbel und für Streit um die politische Verantwortung gesorgt. Freie-Wähler-Chef Aiwanger musste wie Ministerpräsident Markus Söder (CSU) deutliche Kritik unter anderem seitens der Opposition einstecken. Die lange Zeit ablehnende Haltung zu Windkraft sei ein Grund, die Menschen seien zu wenig mitgenommen worden.