Der rapide Anstieg der Gold- und Silberpreise hat einen Ansturm von Sparern und Privatanlegern auf Deutschlands Edelmetallhändler zur Folge. Vor allem im Silbergeschäft sind Barren und auch einige Anlagemünzen mittlerweile nur noch mit Verzögerung lieferbar. Das berichten BayernLB und Pro Aurum, zwei der führenden Handelshäuser in Deutschland. Der Anstieg des Goldpreises setzte sich am Mittwoch mit hohem Tempo fort, ausgelöst durch Äußerungen von US-Präsident Donald Trump und einem schwächeren Dollar.
Der Preis für eine Feinunze (31,1 Gramm) stieg im frühen Handel um bis zu 1,6 Prozent auf 5.265 US-Dollar. Allein in den zurückliegenden eineinhalb Wochen hat der Goldkurs um fast 700 Dollar oder knapp 15 Prozent angezogen. Noch rasanter schießt jedoch seit vergangenem Jahr der Silberpreis nach oben: Der Preis einer Feinzunze lag am Mittwoch bei gut 111 Dollar, das bedeutet seit Jahresbeginn einen Anstieg um mehr als die Hälfte. Gold hat sich im Vergleich seit Anfang Januar «nur» um gut 22 Prozent verteuert.