Dutzende Flächen in Bayern sind mit giftigen Chemikalien belastet. Es handelt sich dabei um sogenannten per- und polyfluorierte Alkylverbindungen (PFAS). Der überwiegende Teil geht auf giftige Rückstände aus Löschschaum zurück, so auch auf dem US-Militärflugplatz Katterbach Airfield bei Ansbach in Mittelfranken. Bereits 2014 wurde dort eine PFAS-Belastung festgestellt. Am Mittwoch begann die Sanierung des belasteten Grundwassers und Bodens.
Die US-Armee lässt am Westende des Flugfeldes eine umfangreiche Anlage zur Filterung des Grundwassers errichten. Dazu gehören unter anderem neun Förderbrunnen, Pumpschächte und Messstellen sowie rund 700 Meter Rohrleitung. Die Anlage soll verhindern, dass belastetes Grundwasser nach außen dringt, zugleich soll das Wasser gereinigt werden. Die Anlage soll im Oktober dieses Jahres einsatzbereit sein, dann sollen täglich bis zu 135 Kubikmeter Wasser durchlaufen, wie eine Sprecherin der US-Armee sagte.
In Bayern gibt es zahlreiche Fälle wie diesen. Das bayerische Umweltministerium zählte in einem Bericht 2022 mehr als 30 PFAS-Fälle mit Altlasten im Freistaat, zudem 24 Fälle mit unbekannter Quelle sowie fast 60 Verdachtsfälle. Die meisten mit PFAS belasteten Gebiete gibt es in Oberbayern. Der Großteil der Fälle lässt sich wie in Katterbach auf Chemikalien aus Löschschaum zurückführen.