Fast fünf Monate nach seiner Trennung vom FC Augsburg will Sandro Wagner nicht aktiv bei anderen Vereinen für sich werben. «Ich möchte im Moment keine Aufmerksamkeit. Ich will auch nie der Trainer sein, der sich anbiedert oder öffentlich auf der Suche ist, ich will einfach nur vorbereitet sein, wenn was kommt», schilderte der 38-Jährige. «Ich hätte auch schon wieder arbeiten können, wenn ich das gewollt hätte», sagte er der «Süddeutschen Zeitung» in seinem ersten Interview, nachdem er beim Fußball-Bundesligisten gescheitert war. «Wenn was passt, lege ich los, und wenn nicht, dann nicht.»
Wagner hatte im vorigen Sommer in Augsburg seine erste Station als Chefcoach in der Bundesliga angetreten und sollte die Schwaben auf eine neue Erfolgsstufe hieven. Nach 14 Pflichtspielen aber folgte schon das Aus. «Ich hätte die Zeit gerne schöner beendet, aber ich kann jetzt schon sagen, dass das wieder ein wichtiger Erfahrungswert für mich war», resümierte er. «Am Ende haben wir gemeinsam beschlossen, dass wir nicht weiter zusammenarbeiten. Aber das ist nichts, was mich ins Wanken bringt.»