Besuch von drei Basketball-Weltmeistern, die Champions-League-Sieger Toni Kroos und Antonio Rüdiger erstmals auf dem Platz und das Bekenntnis von Julian Nagelsmann, auch am helllichten Tag vom EM-Triumph zu träumen: Kurz vor der EM-Generalprobe gegen Griechenland wehte über das Trainingsgelände der Fußball-Nationalmannschaft ein geradezu verlockender Titelhauch. Das war ganz nach dem Geschmack des Bundestrainers. Die Tor-Tristesse im Ukraine-Test war am Mittwoch kein großes Thema mehr in Herzogenaurach.
Als nach der Übungseinheit vier Schulmädchen Rüdiger auf dem Pressepodium die Frage nach seinem besten Fußball-Erlebnis stellen durften, war die Antwort verblüffend und passend zugleich. Nicht der frische Sieg in der Königsklasse mit Real Madrid am Samstag in Wembley gegen Borussia Dortmund, war seine Antwort. Nagelsmanns Abwehrchef denkt am liebsten an den Sieg beim Confederations Cup 2017 zurück.
Ein vergleichsweise kleiner Titel in seiner Sammlung. Aber der bislang letzte, den die Nationalmannschaft vor den folgenden drei Turnier-Pleiten feierte. «Das war mein schönster Moment», sagte Rüdiger zur schwarz-rot-goldenen Fußball-Nostalgie.