Drei Wochen vor dem ersten Olympia-Rennen ist Weltmeisterin Franziska Preuß noch ein ganzes Stück von der erhofften Gold-Form entfernt. «Es gibt einfach noch Baustellen, die man in den Griff kriegen muss, um eine Topplatzierung zu haben», sagte die 31-Jährige sichtlich frustriert nach Platz sieben in der Biathlon-Verfolgung von Ruhpolding.
Auch in ihrem Wohnzimmer reichte es für die Weltcupgesamtsiegerin der Vorsaison nicht zum ersehnten ersten Podestplatz des Winters. Nach dem Patzer in der Staffel (6. Platz), wo sie eine Strafrunde schoss, und Platz fünf im Sprint hatte sie im Jagdrennen nach zwei Strafrunden 36,4 Sekunden auf die siegreiche Französin Lou Jeanmonnot (1 Fehler).
Derweil knackte Selina Grotian bei ihrer letzten Chance die Olympia-Norm. «Hundertmillionen Steine» seien ihr vom Herzen gefallen, sagte die 21-Jährige, ehe sie nach dem Umziehen vor Erleichterung bitterlich weinte. Nach Rang 15 im Sprint erfüllte sie mit Rang 13 die interne Vorgabe von zwei Top-15-Platzierungen. Das große Talent hatte wegen einer Corona-Infektion im Dezember die Rennen in Hochfilzen und Le Grand-Bornand verpasst.