Es ist nur ein Stückchen Stoff am linken Oberarm. Doch mit der so prestigeträchtigen schwarz-rot-goldenen Kapitänsbinde erfüllt sich für Joshua Kimmich die Rolle seines Fußballer-Lebens. Als der ehrgeizige Bayern-Profi nach dem ersten Training der Nationalmannschaft vor dem Nations-League-Spiel gegen Ungarn am kommenden Samstag (20.45 Uhr/ZDF) erwartbar Begriffe wie Stolz und Ehre erwähnt und natürlich von «etwas ganz Besonderem» spricht, das die Ernennung durch Bundestrainer Julian Nagelsmann für ihn bedeutet, klingt das aus seinem Mund nicht wie eine handelsübliche Profi-Floskel.
Nein, Kimmich meint es so, wie er es sagt. «Als kleines Kind träumt man immer davon, Nationalspieler zu werden. Das schreibt man irgendwo ins Freundebuch. Trotzdem ist das sehr weit weg und sehr unrealistisch», erzählt er im hellen Scheinwerferlicht auf dem DFB-Podium. «Keiner träumt davon, Kapitän zu werden», fügt er noch hinzu.