Dieses Begrüßungs-Szenario zum Start ins WM-Jahr hatte Julian Nagelsmann wahrlich nicht geplant. Der Bundestrainer konnte im sonnigen Franken nicht die fest für den Turniersommer eingeplanten Mittelfeld-Asse Aleksandar Pavlović und Felix Nmecha in Empfang nehmen, sondern die nachnominierten Stuttgarter Angelo Stiller und Chris Führich. Das VfB-Duo hatte Nagelsmann eigentlich nicht in seinen Rollenspielen vorgesehen.
Doch die Fußball-Realität mit Verletzungen und Absagen, die immer wieder einen Plan B erfordert, holte Nagelsmann im Stammquartier in Herzogenaurach schon vor den Werbeaufnahmen für DFB-Sponsoren und dem ersten Training vor den Länderspielen am Freitag (20.45 Uhr/RTL) in Basel gegen die Schweiz und drei Tage später in Stuttgart gegen Ghana ein.
«Wenn alle gesund sind, ist der Grundkader relativ gefestigt», hatte Nagelsmann noch vier Tage zuvor bei der Präsentation seines 26-Mann-Aufgebotes in Frankfurt verkündet. Da schmerzte erstmal nur der weitere Verzicht auf ein Comeback von Offensiv-Zauberer Jamal Musiala.