Maskenmann Sigurd Haugen hat den TSV 1860 München ins Finale des Toto-Pokals geschossen. Der Stürmer aus Norwegen bestrafte beim schmeichelhaften, am Ende aber verdienten 1:0 (0:0) mit einer Einzelaktion in der 54. Minute den SSV Jahn Regensburg. Die Oberpfälzer ließen im Duell der beiden bayerischen Fußball-Drittligisten selbst beste Chancen ungenutzt.
Im Endspiel treffen die eiskalten «Löwen», bei denen Tim Danhof mit einem Heber an die Latte (71.) das 2:0 verpasste, auf die Würzburger Kickers. Der Viertligist setzte sich schon am Dienstag mit 2:1 gegen Wacker Burghausen durch und hat Heimrecht am 23. Mai. Der Gewinner des Toto-Cups bekommt einen sicheren Startplatz in der lukrativen 1. Hauptrunde des DFB-Pokals.
Slapstick vor Dähne
Die Regensburger hätten in einer emotionalen Partie mit einer Führung schon in die Halbzeit gehen müssen. Doch weder Benedikt Saller (22.) noch Adrian Fein (29.) nach feiner Hackenvorlage von Eric Hottmann konnten aussichtsreiche Chancen nutzen. Die «Löwen» konnten sich da bei ihrem Torhüter Thomas Dähne bedanken.
Der frühere Kieler entschärfte auch kurz nach der Pause (47.) im eigenen Strafraum eine Slapstickaktion seiner Vorderleute. Die Gäste aus München waren bis dahin vor allem durch den am Kopf blutenden Philipp Maier aufgefallen, der nach einer Platzwunde mit Turban weiterspielte.
Haugen tankt sich durch
Für die überraschende Führung sorgte dann Haugen, der seit einem Kieferbruch im Dezember vergangenen Jahres mit Gesichtsschutz aufläuft. Der 28-Jährige setzte sich energisch in einem Zweikampf gegen Regensburgs Abwehrchef Felix Strauss durch und überwand Keeper Leon-Oumar Wechsel.
Die Regensburger rannten anschließend an. Ihnen fehlte jedoch weiter die Präzision gegen Gäste, die stark verteidigten. Die Münchner von Trainer Markus Kauczinski konnten mit dem knappen Erfolg auch Wiedergutmachung für das 0:4 in dieser Drittligasaison im Jahn-Stadion betreiben.
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