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Köpkes Tipp vor Neuers 40. Geburtstag: «Er macht weiter»

Manuel Neuer wird 40. Macht er weiter? Oder hört er am Saisonende auf? (Archivbild) / Foto: Sven Hoppe/dpa
Manuel Neuer wird 40. Macht er weiter? Oder hört er am Saisonende auf? (Archivbild) / Foto: Sven Hoppe/dpa

Andreas Köpke hat Manuel Neuer jahrelang beim Nationalteam begleitet. Auch er ist gespannt, wie es beim Bayern-Torwart weitergeht.

Manuel Neuer wird am Freitag 40. Und alle warten gespannt auf die Entscheidung, was Deutschlands Rekordtorwart am Saisonende machen wird. Hört der Fußball-Weltmeister von 2014 auf? Oder hängt er noch ein weiteres Jahr dran beim FC Bayern? Das fragt sich auch sein langjähriger Wegbegleiter Andreas Köpke. Der frühere Bundestorwart-Trainer wagt auch einen Tipp: «Ich glaube, dass er noch ein Jahr weitermacht. Und ich würde es mir auch wünschen.»

«40 ist schon eine Hausnummer»

«Manu wird 40 - Wahnsinn», sagte Köpke der Deutschen Presse-Agentur kurz vor Neuers rundem Geburtstag. «40 ist schon eine Hausnummer. Da wird er auch mal ins Grübeln kommen. Ich bin gespannt, ob er weitermacht. Ich glaube, er weiß es selbst noch nicht so richtig.»

Für Köpke ist Neuer auch im höheren Fußballer-Alter immer noch einer der Besten: «Das Torwartspiel, das er hat, da gibt es keinen zweiten. Vor allem in Deutschland nicht. Es gibt andere gute Torhüter auf der Welt. Aber er gehört immer noch zu den Top-Torhütern», sagte Köpke. Mit dem Zusatz, «wenn er fit ist. Was jetzt kommt, sind immer wieder kleine Verletzungen.» Neuer musste vor seinem 40. Geburtstag erneut wegen eines Muskelfaserrisses pausieren.

«Wovon macht er es abhängig? Ich glaube, um Titel geht es dem Manu gar nicht mehr», meint der 64 Jahre alte Neuer-Kenner Köpke. «Bei ihm geht es darum: Hat er noch die Lust? Hat er noch diesen inneren Ehrgeiz?»

Weiteres Neuer-Jahr auch gut für Urbig

Er glaubt, dass ein weiteres Neuer-Jahr beim FC Bayern auch für Jonas Urbig sinnvoll wäre. «Es würde Urbig guttun, nochmals von Manuel zu lernen», erklärte Köpke. Er könnte so behutsam in Neuers «große Fußstapfen reinwachsen».

Neuer gilt als derjenige, der das Torwartspiel revolutioniert hat. «Man hat immer dieses Algerien-Spiel bei der WM 2014 vor Augen. Da hat er ja eigentlich Libero gespielt. Da hat er als Torwart die Bälle abgelaufen außerhalb des Strafraums», erinnerte Köpke an den gemeinsamen Titelgewinn in Brasilien. «Er hat das Torwartspiel schon brutal geprägt. Er hat es auf ein anderes Niveau gehoben.»

Dass nach der nächsten schweren Verletzung von Marc-André ter Stegen im WM-Jahr nochmals kurz über ein DFB-Comeback von Neuer spekuliert wurde, war für Köpke eher ein mediales Thema. «Wir müssen irgendwann dahin kommen, einem anderen Torwart das Vertrauen zu geben», meinte er mit Blick auf den Hoffenheimer Oliver Baumann.

«Manuel ist zurückgetreten. Vom Torwartspiel ist Manu noch der Beste», sagte Köpke. Aber eine Rolle rückwärts? «Da tue ich mich schwer, zu sagen, das wäre das Richtige.»

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