Aus der Bayern-Kabine dröhnte laute Party-Musik, doch in Feierstimmung war beim Fußball-Rekordmeister nach dem Rumpel-Auftritt im DFB-Pokal beim Drittligisten SV Wehen Wiesbaden niemand. «Natürlich hätten wir uns das ein bisschen souveräner gewünscht. Wir wissen, dass wir selbst daran schuld sind, dass es noch einmal spannend wurde», räumte Nationalspieler Joshua Kimmich nach dem späten 3:2 (1:0)-Sieg der Münchner ein.
Sportdirektor Christoph Freund fand ebenfalls kritische Worte. «Natürlich dürfen wir ein 2:0 nicht so einfach aus der Hand geben, schon gar nicht bei einem Drittligisten. Das macht mir jetzt zwar keine Sorgen, war aber völlig unnötig», sagte der Österreicher und monierte: «Wir haben zweimal nicht aufgepasst, vielleicht einen Gang zurückgeschaltet und sind nicht mehr so in die Zweikämpfe gegangen. Und auf einmal steht es 2:2.»
Erst in der Nachspielzeit erlöste Harry Kane die dominanten Bayern, die bei der Chancenverwertung arg schluderten und sich in der Defensive innerhalb von sechs Minuten zweimal übertölpeln ließen. «Es war ein verrücktes Spiel, so etwas bringt der Pokal manchmal mit sich», sagte der Star-Stürmer und stellte fest: «Wir wissen, dass wir noch einiges zu verbessern haben.»