Nach einer wilden Heimpleite ihres FC Ingolstadt und einem völlig verpatzten Saisonstart in der 3. Liga muss Trainerin Sabrina Wittmann langsam um den Job bangen. Die «Schanzer» kassierten just gegen den bis dahin punktlosen 1. FC Schweinfurt ein 2:3 (2:1) und rutschten mit weiterhin nur drei Zählern auf den drittletzten Tabellenplatz ab. Nach der Niederlage versammelte Wittmann noch auf dem Feld stinksauer ihre Schützlinge im Kreis um sich und schimpfte lautstark auf das Team ein.
Die erste Trainerin im deutschen Profi-Männer-Fußball erlebt in ihrem zweiten Jahr beim FCI die bislang größte Krise. Null Siege, drei Remis und zwei Niederlagen nach fünf Spielen: Statt um den Aufstieg zu spielen, droht den Oberbayern der Abstiegskampf. «Der Frust sitzt relativ tief», räumte die 34-Jährige ein: «Aber wir tun gut daran, die Emotionen beiseite zu kriegen.»