Der FC Bayern entgeht einem baldigen Wiedersehens-Kracher mit Pep Guardiola. Ausgerechnet der einstige Lieblingsspieler des spanischen Starcoaches auch beim deutschen Rekordmeister sorgte dafür, dass es nicht zum Fußball-Duell der Münchner mit Manchester City in den neuen Playoffs der Champions League kommt. Stattdessen loste Thiago Alcántara die Bayern gegen Celtic Glasgow und Manchester City Titelverteidiger Real Madrid zu. Borussia Dortmund bekommt es mit Sporting Lissabon zu tun.
BVB setzt auf die gelbe Wand im Rückspiel
Hoffnungsfroh sind die Dortmunder nach diesem Los. Die Tatsache, dass auch die Borussen am 11. Februar erst auswärts antreten, macht Sportdirektor Sebastian Kehl zuversichtlich: «Sporting ist ein herausforderndes Los und eine spannende Aufgabe. Es wird ein Duell auf Augenhöhe, aber mit dem Rückspiel zu Hause werden wir das packen.» Das zweite Duell steigt am 19. Februar.
Von den bisherigen vier Begegnungen gewannen die Westfalen drei gegen den souveränen aktuellen Tabellenführer der portugiesischen Liga. Beim letzten Aufeinandertreffen verlor der BVB damals noch unter Marco Rose in Lissabon und schied in der Gruppenphase aus. Ein Ausscheiden in den Playoffs will nun der neue BVB-Coach Niko Kovac unbedingt verhindern - das Hinspiel wird sein zweites Pflichtspiel als Cheftrainer der Dortmunder sein.
Wer wartet auf wen beim Weiterkommen?
Zweifelsohne hätte es auch die Münchner härter treffen können bei einem Duell mit Guardiola, selbst wenn seine Mannschaft in dieser Saison der Titelform weit hinterherläuft. Im Achtelfinale würden allerdings auf die Bayern entweder der deutsche Meister Bayer 04 Leverkusen oder Atlético Madrid warten. Gegner der Borussen wäre OSC Lille aus Frankreich oder Aston Villa.
Die vier Teams hatten sich wie der FC Liverpool und der FC Arsenal aus der Premier League, der FC Barcelona unter dem ehemaligen Bayern- und Bundestrainer Hansi Flick aus der Primera División sowie Inter Mailand aus der Serie A direkt für die Runde der besten 16 qualifiziert. Diese wird am 4. und 5. sowie 11. und 12. März gespielt.
Schon in den Playoffs steht aber ein echter Knaller an: «Es ist mittlerweile wie ein Derby», sagte Guardiola, der Los-Zieher Alcántara einst zu den Bayern geholt hatte, bei einer Pressekonferenz zur Premier-League-Partie gegen den FC Arsenal. Er verzog ganz leicht die Mundwinkel: «Vier Jahre nacheinander gegen Madrid.» Allerdings hatten sich die Wege in den vergangenen drei Spielzeiten später gekreuzt: Zweimal erst im Halbfinale, einmal im Viertelfinale.