Die Fußballerinnen des FC Bayern sind mit Rückkehrerin Lena Oberdorf in das Sommertraining gestartet. Bei der ersten öffentlichen Einheit des Double-Siegers für die neue Saison absolvierte die Nationalspielerin neun Monate nach ihrem Kreuzbandriss große Teile der Übungen in der Münchner Hitze. Allerdings verzichtete die Mittelfeldspielerin auf direkte Zweikämpfe. «Ich glaube, dass wir das jetzt noch eineinhalb Wochen so durchziehen und dann komplett zur Mannschaft stoßen», schilderte die 24-Jährige.
Im Oktober 2025 hatte sich Oberdorf das Kreuzband im rechten Knie gerissen - es war die zweite schwere Verletzung in dem Gelenk innerhalb von 15 Monaten. Eine Prognose für ein Comeback in Pflichtspielen gab sie nicht ab. «Wir sind eigentlich auf einem guten Weg», erzählte sie. «Ich will mich gar nicht unter Druck setzen. Man muss einfach ganz entspannt reingehen und gucken, wie man sich fühlt, wie sich das Knie anfühlt und alles auf mich zukommen lassen.»
Gwinn nach Schulter-OP noch nicht beim Team
Giulia Gwinn trainierte indes auf einem Nebenplatz des FC Bayern Campus noch individuell. Nach ihrer Schulter-Operation Ende Mai wird die Kapitänin des Nationalteams auch auf eine Promo-Reise nach Asien in der kommenden Woche verzichten. Ob sie rechtzeitig für den Saisonstart fit wird, das ist unklar.
Nach dem Asien-Trip und dann zwei Testspielen steht für die Münchnerinnen am 15. August beim Supercup in Ingolstadt gegen den VfL Wolfsburg die erste Pflichtpartie an. Danach geht es auch in der Bundesliga auswärts beim 1. FC Union Berlin los. «Wir haben in der Vorbereitung einiges zu tun», schilderte DFB-Stürmerin Klara Bühl. «Wir sind motiviert und wollen den gleichen Fußball spielen - im besten Fall ein bisschen besser.»
Ziel nach Double-Saison: Königsklassen-Finale
In der vorigen Saison waren die Bayern Meisterinnen und Pokalsiegerinnen geworden - in der Fußball-Königsklasse scheiterten sie erst im Halbfinale am späteren Titelträger FC Barcelona. «Es gilt, diesen einen Schritt eben noch ins Champions-League-Finale zu machen», sagte Bühl. «Darauf bereiten wir uns quasi jetzt schon vor, indem wir an Details arbeiten und Sachen optimieren.»
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