In dieser extremen Trainer-Situation kommt dem WM-Rekordtorschützen Miroslav Klose die reichhaltige Erfahrung seiner großen Spielerkarriere zugute. «Das hilft natürlich, auch in den Gesprächen», sagte der 47-Jährige, der sein drohendes Aus beim 1. FC Nürnberg abwenden will. Ein Sieg am Freitag (18.30 Uhr/Sky) bei Fortuna Düsseldorf würde dabei wesentlich helfen - vielleicht ist er sogar Pflicht. «Die Spieler wissen, dass es kurz vor zwölf ist und dass sie jetzt liefern müssen. Aber es ist immer ein gemeinschaftliches Werk», sagte Klose.
«Klar, dass der Trainer infrage gestellt wird»
Klose weiß, was das bedeutet. Mit nur vier Punkten stehen die Franken nach sieben Spieltagen auf dem drittletzten Tabellenrang. Der Erfolg nach dem großen Umbruch im Sommer lässt auf sich warten, auch wenn Klose von seinem Weg und seinen Spielern überzeugt ist.
Eine weitere Niederlage könnte das Ende der Amtszeit von Klose in seinem zweiten FCN-Jahr besiegeln. «Es ist und bleibt Ergebnissport», sagte Klose. Die Ergebnisse habe man «jetzt nicht eingefahren und deswegen ist ja klar, dass der Trainer infrage gestellt wird». Ob der neue Mittelfeld-Stabilisator Adam Markhiev nach seiner Verletzung gegen die Fortuna mitwirken kann, ließ Klose offen.
Rummenigge äußert Hoffnung
Über eine Punktezahl aus dem Düsseldorf-Spiel habe er mit Chatzialexiou nicht gesprochen, sagte Klose. «Wir tauschen uns fast täglich aus. Da ist ein enges Verhältnis, weil wir das zusammen gemeinsam entschieden haben, viele Sachen, und dementsprechend gehen wir da auch gemeinsam durch.»
Zuspruch für Klose gab es von seinem früheren Arbeitgeber, dem FC Bayern. Dort arbeitete der frühere Weltklassestürmer im Nachwuchsbereich und als Co-Trainer bei den Profis. Klose habe dort «einen guten Job» gemacht, sagte der frühere Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge im BR Fernsehen. «Ich hoffe, dass man Geduld in Nürnberg hat. Er ist als Mensch echt zuverlässig und seriös.»
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