Interviews ohne Ende, TV-Auftritte, Fotoshootings - keine deutsche Fußballerin stand vor der Europameisterschaft so im Blickpunkt wie Giulia Gwinn, die neue Kapitänin. Nach der schweren Knieverletzung beim 2:0-Auftaktsieg am Freitagabend gegen Polen in St. Gallen ist die EM für den Bayern-Star schlagartig beendet - und der Schock in der Auswahl von Bundestrainer Christian Wück groß.
«Man hat ja gesehen, auch gestern, wie wichtig Giuli ist fürs Team, und wir sind auch alle gleich zu ihr noch mal in die Kabine gegangen», sagte DFB-Sportdirektorin Nia Künzer bei einer kurzfristig anberaumten Runde am Tag nach dem Polen-Spiel im Medienzentrum des Verbands in Zürich.