Zwei Jahre vor den Olympischen Spielen 2026 ist das deutsche Eisschnelllaufen nach Einschätzung seines Präsidenten Matthias Große wieder im Aufwind. «Wir sind sicherlich noch nicht dort, wo wir hin wollen. Aber wir sind kein Entwicklungsland mehr. Als wir angefangen haben, war es noch so», sagte der 56 Jahre alte Unternehmer am Rande der Mehrkampf-Weltmeisterschaften in Inzell im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. Große steht seit September 2020 dem Verband vor, der seit Jahren früheren Erfolgen hinterherhinkt.
Insbesondere die Kurz- und Mittelstreckler hatten in der abgelaufenen Saison mit Top-Ten-Platzierungen Achtungserfolge erzielt. So war der 26-jährige Münchner Hendrik Dombek beim Weltcup in Peking auf Platz fünf über 1500 Meter gelaufen, sein drei Jahre jüngerer Erfurter Trainingskollege Moritz Klein belegte über 1000 Meter beim Weltcup und den Europameisterschaften einstellige Ränge. Beide verfehlten bei der Sprint-WM als 13. und 14. nur knapp einen Platz unter den besten Zehn. «Wir haben zwei Gute in petto, Moritz Klein und Hendrik Dombek können was reißen zu Olympia», befand Große.