Nach der La-Ola mit den tobenden Fans genossen die deutschen Biathleten ihre Glücksgefühle auf dem Siegerpodest in vollen Zügen. Die geglückte Generalprobe für die Winterspiele mit Rang drei in Ruhpolding war nicht nur das erste Staffelpodium des Winters. Vielmehr soll es vier Wochen vor dem olympischen Teamrennen in Antholz eines bewirken: Zuversicht geben, die großen Nationen wie Norwegen, Frankreich und Schweden auch schlagen zu können.
«Wenn man es schafft, bei einem noch wichtigeren Rennen vielleicht genau wieder so zu liefern, wäre es natürlich toll und das heute gibt uns einfach das Selbstvertrauen», sagte Schlussläufer Philipp Nawrath. Justus Strelow, Danilo Riethmüller und David Zobel verfolgten Nawraths Kampf um Platz zwei, doch auf der Ziellinie musste sich ihr Teamkollege knapp dem Norweger Vetle Christiansen geschlagen geben.
«Das war eine Wahnsinns-Teamleistung. Alle Jungs haben einen megageilen Job gemacht», sagte Nawrath. «Das macht richtig Bock.» Bei Partystimmung vor über 20.000 Fans musste er nach der anstrengenden letzten Runde aber anerkennen: «Die zwei waren noch einen Tick stärker.»