Der umjubelte Staffelsieg in der Ruhpoldinger Party-Arena war für Deutschlands Biathletinnen der perfekte Mutmacher für eine erfolgreiche Weltmeisterschaft. «Ein besseres Rennen kann man nicht haben», schwärmte Franziska Preuß. Die Gesamtweltcup-Führende lief in ihrem Wohnort vor über 20.000 Zuschauern bei Traumwetter mit der deutschen Fahne in der Hand über die Ziellinie und machte das Frauenteam endgültig zum Favoriten auf den WM-Titel, der in gut einem Monat in der Schweiz vergeben wird.
Am Tag danach unterstrich Preuß ihre herausragende Form mit Platz zwei im Massenstart, durch die sie das Gelbe Trikot der Spitzenreiterin weiter festigte und nun schon 142 Punkte Vorsprung hat. Bis zur Ziellinie kämpfte die Bayerin um ihren achten Podestplatz des Winters. «Ich habe schon auf die Zähne beißen müssen, aber das Publikum schreit so sehr, da kann man gar nicht anders», sagte Preuß. Einzig Siegerin Elvira Öberg aus Schweden war besser und kam 25 Sekunden vor Preuß, die einmal in die Strafrunde musste, ins Ziel.