Seit dem Jahr 2010 sind die meisten Migranten zum Arbeiten nach Bayern gekommen. Dies geht aus einer ersten Auswertung des Mikrozensus hervor, wie das Landesamt für Statistik in Fürth mitteilte. Demnach lebten 2025 rund 3,5 Millionen Menschen mit Einwanderungsgeschichte im Freistaat. Das bedeutet, dass rund jeder Vierte entweder selbst eingewandert oder Kind von zwei eingewanderten Elternteilen ist. 2,7 Millionen Menschen zählen demnach zu den Eingewanderten in erster Generation, 789.000 zur zweiten Generation. Die meisten stammen aus Europa.
Unter Berücksichtigung des Zuzugsjahres lassen sich laut Landesamt verschiedene Entwicklungen ablesen: «So wird der Zeitraum 1950 bis 1989 maßgeblich durch die Gastarbeiter geprägt, 1990 bis 2013 durch den Zuzug der (Spät-) Aussiedler und die zurückliegenden elf Jahre durch Arbeitsmigration aus Mittel- und Osteuropa, die Flüchtlingswelle ab 2015 und den Zustrom von Schutzsuchenden aus der Ukraine ab 2022.»