Der Triathlon-Klassiker in Roth ist auch für seine Gänsehaut-Atmosphäre bekannt. Zehntausende Zuschauer werden auch an diesem Sonntag von den frühen Morgenstunden an wieder die Strecke säumen. Ob am Main-Donau-Kanal beim Schwimmen, vor allem am legendären Solarer Berg mit Tour-de-France-Feeling beim Radfahren und beim abschließenden Laufen. An rund 30 Stellen wird es die sogenannten Stimmungsnester geben, man könnte sie ausführlich auch organisierte Partyzonen zum Anfeuern der Athletinnen und Athleten nennen.
Dass es teilweise negative Reaktionen auf die Ankündigung eines neuen queeren Stimmungsnestes der LGBTQ-Community gab, hat den Renndirektor des größten Triathlons der Welt daher überrascht. «Und teilweise auch erschüttert», sagte Felix Walchshöfer der Deutschen Presse-Agentur: «Unser Ziel in Roth ist es, dass alle Menschen friedlich zusammenkommen und ein paar Tage ein Triathlon-Festival feiern.»
Das Fachmagazin «Triathlon» hatte über das neue queere Stimmungsnest und einen Stand der LGBTQ-Community auf der Messe zum Rennen berichtet. Die englische Abkürzung LGBTQ steht für lesbisch, schwul, bisexuell, transgeschlechtlich und queer. Der Artikel hatte in den sozialen Netzwerken für Diskussion gesorgt, darunter ablehnende Kommentare.