Die Wallfahrtskirche Käppele, eines der drei berühmten Wahrzeichen Würzburgs, wird nach mehr als 50 Jahren nun innen saniert. «Wir schließen die gesamte Kirche für geplant zweieinhalb Jahre», sagte Diakon Ulrich Wagenhäuser, ständiger Vertreter des Kirchenverwaltungsvorstands, laut Mitteilung in Würzburg. Die Arbeiten sollen im September beginnen und etwa 5,8 Millionen Euro brutto kosten.
Zuletzt war der Innenraum 1975 instand gesetzt worden. «Als Ergebnis erzeugte die Restaurierung von 1975 durch die damals aufgebrachte künstliche Patina ein gealtertes Erscheinungsbild, welches der ursprünglichen künstlerischen Intention nicht gerecht wird», erläuterte Jan Menath vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege. «Denn anhand der Quellen und Befunde lässt sich für das 18. Jahrhundert eine heitere, helle und kühle Raumwirkung für das Käppele sehr gut nachweisen.»
Für die Arbeiten wurde nach Angaben des beauftragten Architektenbüros ProDenkmal ein hochpräzises, digitales 3D-Modell der Kirche anfertigt. Ziel sei die möglichst vollständige Wiederherstellung des bauzeitlichen Zustandes.