Das in Deutschland hergestellte riesige Kreuz für den Hauptturm der weltberühmten Basilika Sagrada Familia in Barcelona wird in den nächsten Monaten Stück für Stück installiert. Die offizielle Einweihung sei für den 10. Juni nächsten Jahres geplant, dem 100. Todestag des Architekten Antoni Gaudí sagte der heutige leitende Architekt Jordi Faulí. Für die Öffentlichkeit wird das fast 100 Tonnen schwere Kreuz aus Stahl und Glas voraussichtlich ab 2027 zugänglich sein und dann einen atemberaubenden Rundblick über die Mittelmeermetropole erlauben.
Auch Papst Leo XIV. ist zu Messe an Gaudís 100. Todestag geladen
Viel höher hätte der Turm aber auch nicht werden dürfen. Denn Gaudí hatte festgelegt, dass die Sagrada Familia nicht höher als der höchste Hügel Barcelonas, der 177 Meter hohe Montjuïc, sein dürfe. «Gaudí wollte, dass das Werk des Menschen das Werk Gottes nicht überragt», sagte Faulí. Am 10. Juni wird es einen Festgottesdienst geben, zu dem auch Papst Leo der XIV. eingeladen ist. «Ob er kommen wird, wissen wir noch nicht», sagte Esteve Camps, der Vorsitzende der Stiftung Sagrada Familia.
Die speziellen Glasscheiben wurden in Spanien hergestellt und so bearbeitet, dass sie das Sonnenlicht reflektieren und einen schimmernden Effekt erzeugen, der das Licht Christi symbolisieren soll. Nachts soll das Kreuz beleuchtet werden und von jedem seiner vier Arme ein Lichtstrahl ausgehen. Ein Fahrstuhl wird bis zum Fuß des Kreuzes fahren. Im Kreuz selbst wird es eine innen liegende Treppen- und Plattformkonstruktion geben.
Der Jesus-Turm ist der höchste von insgesamt 18 geplanten Türmen. Zwölf Türme sind den Aposteln gewidmet, vier den Evangelisten, einer der Jungfrau Maria – und der Jesus-Turm als Krönung des Ensembles.