Der neue Papst Leo XIV. könnte aus Sicht des Augsburger Kirchenhistorikers Jörg Ernesti ein «Friedenspapst» werden. Er habe zuallererst über den Frieden gesprochen, sagte der Professor für Kirchengeschichte an der Universität Augsburg der Deutschen Presse-Agentur. «Das und auch die Namenswahl könnten darauf hindeuten, dass er an seinen Vorgänger Leo XIII. anknüpfen will.»
Dessen Pontifikat (1878-1903) ging als besonders politisch in die Geschichte ein. «Leo XIII. war ein großer Staatsmann, der Friedensvermittlungen begonnen hat. In seiner Amtszeit vermittelte der Heilige Stuhl elf Mal in internationalen Konflikten.»