Die Chefin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, Irme Stetter-Karp, hat vor einem Nein aus dem Vatikan für den Reformweg der katholischen Kirche in Deutschland gewarnt. «Ich kann nur hoffen, dass wir kein Stoppschild bekommen, das wäre für unsere Ortskirche katastrophal», sagte sie auf dem Katholikentag in Würzburg. Das ZdK ist das oberste Laiengremium der katholischen Kirche in Deutschland.
Die Satzung für die Synodalkonferenz, in der Bischöfe und Laien künftig gemeinsam beraten und entscheiden sollen, liegt derzeit im Vatikan. Die Prüfung dauert an, wie der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), Heiner Wilmer, erläuterte: «Ich bin zuversichtlich in Geduld.»
Stetter-Karp und Wilmer erinnerten daran, dass der Reformweg der katholischen Kirche in Deutschland seinen Ausgang im Missbrauchsskandal genommen hat. Dieser sei eine massive Erschütterung, eine «Vertrauenszerstörung» gewesen, sagte Stetter-Karp.