Er habe erst einmal um Bedenkzeit gebeten, als der Nuntius aus Berlin anrief, schildert Christian Würtz. «Es war in der Tat eine Überraschung.» Der Botschafter des Papstes in Deutschland informierte Würtz, dass Leo XIV. vorhabe, ihn zum Bischof von Eichstätt zu ernennen. Er habe nicht gleich Ja gesagt, gesteht Würtz nun an einem freundlichen Sommertag in Eichstätt. Er kam dem Wunsch des Papstes dann aber schließlich doch nach. Und so wird er bald die Umzugskisten packen und Freiburg Richtung Bayern verlassen.
Der 55 Jahre alte Würtz, geboren in Karlsruhe, war seit 2019 Weihbischof in Freiburg. Nun wird er zum Diözesanbischof aufsteigen und damit aktuell jüngster Oberhirte der katholischen Kirche in Deutschland werden. Als nach 13 Monaten bischofsloser Zeit im voll besetzten Dom der Name des Neuen verkündet wird, brandet Applaus auf. Würtz sagt in seiner kurzen Rede, dass er auf die Mithilfe der Gläubigen angewiesen sei: «Sie haben Erfahrung, wie Kirche hier gelebt wird.» Gerade das erste Jahr sei ein «Jahr des Auges, ein Jahr des Schauens».