Diesen Moment kann Markus Söder so richtig genießen: Mehr als 8.700 Kilometer Luftlinie entfernt von München steht der CSU-Chef sichtlich zufrieden im Mission Control Center der Nasa in Houston. Hier, wo in wenigen Tagen die «Artemis 2»-Mond-Mission gesteuert wird, erfährt Weltraum-Fan Söder ein Stück weit jene Bestätigung und Genugtuung, die er für seine bayerische Raumfahrtstrategie so lange vermisst hat.
Kooperation mit der Nasa
Der Grund für Söders gute Laune liegt nicht in der Führung durchs Astronauten-Trainingszentrum mit Esa-Astronaut Luca Parmitano und der aus Deutschland eingeflogenen Esa-Reserveastronautin Amelie Schönenwald. Anlass sind vielmehr zwei Unterschriften, die die weltberühmte US-Weltraumbehörde und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Oberpfaffenhofen bei München noch enger aneinander binden. Konkret geht es um die Steuerung von Raumfahrzeugen auch ohne andauernde Bodenkommunikation, also selbstständiges Operieren im Weltall.
Schon jetzt verbindet eine Standleitung das berühmte Houston mit dem bayerischen Oberpfaffenhofen. Ein Ort, dessen Aussprache viele Amerikaner regelmäßig an den Rand der Verzweiflung bringt, weshalb der dazugehörige Bildschirm auf der großen Kontrollanzeige nur «Munich» genannt wird.