Der Rückbau des ehemaligen Atomkraftwerkes Grafenrheinfeld in Unterfranken schreitet voran. Stück für Stück werden derzeit im Zeitlupentempo die sogenannten Dampferzeuger aus dem Reaktorgebäude geholt. Vier Stück sind es insgesamt - und weil sie radioaktiv kontaminiert sein können, ist Vorsicht angesagt.
Ein Dampferzeuger machte einst aus Reaktorwärme sauberen Dampf für die Stromproduktion – war also ein ganz entscheidendes Teil für Atomstrom.
Atomausstieg nach Fukushima
Das AKW südlich von Schweinfurt war bis zu seiner Abschaltung das älteste noch aktive Atomkraftwerk in Deutschland. Nach der verheerenden Reaktorkatastrophe im japanischen Fukushima im März 2011 schwenkte Deutschland um auf einen Anti-Atom-Kurs. Acht vorwiegend ältere AKWs mussten noch im Sommer 2011 endgültig vom Netz.
Nach gut sechs Jahrzehnten Atomenergie in Deutschland wurden im April 2023 dann die drei letzten Kernkraftwerke abgeschaltet. Die Endlager-Frage ist weiter ungelöst. 27.000 Kubikmeter hoch radioaktiver Müll gehören zur Bilanz von mehr als 60 Jahren Atomkraft in Deutschland.