Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU) hat der AfD-Vorsitzenden Alice Weidel vorgeworfen, durch falsche Behauptungen gezielt die deutsche Geschichte umdeuten und neue Maßstäbe errichten zu wollen. Die von Weidel kürzlich getroffene Aussage, der nationalsozialistische Diktator Adolf Hitler sei Kommunist gewesen, sei eine perfide Verhöhnung der Opfer, sagte Aigner laut Redemanuskript bei einem Gedenkakt in Dachau.
Schließlich waren in den Konzentrationslagern nicht nur Juden, sondern auch viele Sozialdemokraten und Kommunisten interniert - so auch in Dachau. Weidel versuche, mit ihrer Erzählung Distanz zu den Gräueltaten der Nazis zu schaffen, betonte Aigner. «Wir sehen Chaos als Strategie. Und die Umdeutung, die Verwirrung unserer deutschen Geschichte als Instrument. Bis viele nicht mehr wissen, was sie glauben sollen.»
Dadurch würden die Kategorien durcheinandergewirbelt und neue Maßstäbe gesetzt. «Verharmlosung wird zum politischen Werkzeug», unterstrich Aigner beim diesjährigen Gedenkakt des bayerischen Landtags und der Stiftung bayerische Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus.