Das deutsch-tschechische Projekt «Ein Jahr an der Grenze» geht in die nächste Runde. Gefördert werden engagierte Menschen, die in der Grenzregion leben und dabei helfen wollen, Akteure aus beiden Ländern zusammenzubringen. Bewerbungen für den neuen Jahrgang sind bis zum 28. Februar möglich, wie der gemeinsame Zukunftsfonds beider Staaten in Prag mitteilte. Die Tätigkeit läuft von April 2026 bis Juni 2027 und wird im Umfang von 20 Wochenarbeitsstunden finanziell gefördert.
Stammtisch bringt Deutsche und Tschechen zusammen
Was das konkret bedeuten kann, zeigt das laufende Projekt eines bayerisch-tschechischen Stammtischs, das von Jana Kadlecova aus dem südlichen Böhmerwald (Sumava) initiiert wurde. Der Stammtisch sei zu einem festen Ort der Begegnung im Böhmerwald geworden und Ausgangspunkt für weitere gemeinsame Vorhaben, bei denen Menschen aus beiden Ländern ganz selbstverständlich zusammenkämen, teilte der Zukunftsfonds mit.
Das Programm «Ein Jahr an der Grenze» wird bereits zum fünften Mal ausgeschrieben. Der deutsch-tschechische Zukunftsfonds wurde 1997 gegründet, um Opfern der nationalsozialistischen Verfolgung im Zweiten Weltkrieg zu helfen und zur grenzüberschreitenden Verständigung beizutragen. Der Fonds wird von den Regierungen der Bundesrepublik und der Tschechischen Republik gemeinsam finanziert.
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