Wie ein griechischer Tempel thront die Walhalla über der Donau nahe Regensburg. Das Baudenkmal zieht mehrere hunderttausend Besucher im Jahr an. Die mächtigen Stufen rund um die Säulenhalle sind bei Ausflüglern ein beliebter Ort zum Sitzen und Verweilen. Die Aussicht ist nicht nur bei Sonnenuntergang eindrucksvoll. Die Stufen sind aber auch nicht ungefährlich. Es gibt kaum Geländer und an manchen Kanten geht es mehrere Meter in die Tiefe. Nach dem tödlichen Sturz eines Mannes im Juli 2025 hat die Schlösserverwaltung Absperrungen anbringen lassen. Ein umstrittenes Provisorium.
Die Frage nach Absperrungen auf der Walhalla ist eine Abwägung von Denkmalschutz, Sicherheit und Eigenverantwortung. Seit Jahren gibt es auf dem Steinboden rund um die Säulenhalle bereits eine weiße Linie, die Besucher nicht übertreten sollen. Schilder mahnen zur Vorsicht.
Seit vergangenem Sommer hängen nun zwischen den mächtigen steinernen Säulen weiße Ketten aus Kunststoff, daran baumeln in Plastik gefasste Warnhinweise: Achtung Absturzgefahr. Zusätzlich sind Metallgitter und weiß-rot gestreifte Warnbarken aufgestellt worden.