Ulrike Draesner ist eine der profiliertesten deutschsprachigen Autorinnen der Gegenwart. Ihr letzter Roman «Die Verwandelten» stand auf der Shortlist für den Preis der Leipziger Buchmesse, viele andere Auszeichnungen hat die 62-Jährige bereits gewonnen. Mit «zu lieben» hat die in München geborene Autorin nun ein sehr persönliches Buch geschrieben.
«Roman» lautet der Untertitel des Buches - aber das Wort ist durchgestrichen. Damit weist Draesner bereits darauf hin, dass sie hier ihre eigene Geschichte literarisch verarbeitet. Sie erzählt in «zu lieben» von Elternschaft. Die Erzählerin, die keine leiblichen Kinder bekommen konnte, adoptiert gemeinsam mit ihrem damaligen Ehemann ein Mädchen aus Sri Lanka.