Neulich geriet die polnische Literaturnobelpreisträgerin Olga Tokarczuk weltweit in die Schlagzeilen. Medienberichten zufolge hatte sie bei einer Veranstaltung in Posen davon erzählt, wie intensiv sie mittlerweile Künstliche Intelligenz für ihre Arbeit nutzt. Manchmal fragt sie die Maschine demnach sogar Dinge wie: «Liebling, wie können wir das jetzt schön fortentwickeln?» Sprich: Hast du eine Idee, wie die Geschichte weitergehen soll?
Danach brach in sozialen Netzwerken und Medien sofort eine Diskussion darüber los, ob ihre Bücher nun überhaupt noch als eigenständige Kunstwerke betrachtet werden könnten. Sollte ihr vielleicht der Nobelpreis aberkannt werden? Tokarczuk sah sich prompt zu einer Stellungnahme genötigt. Darin ruderte sie erkennbar zurück und beteuerte: alles nur ein Missverständnis! Keiner ihrer Texte sei mit Hilfe von KI verfasst worden – sie nutze Chatbots nur als Recherchemittel. Wie alle anderen auch.