Mehrere Tausend Menschen sind heuer wieder zum traditionellen Chinesenfasching im Altmühl-Städtchen Dietfurt gekommen. Nach Angaben der Stadt waren knapp 50 Gruppen für den Faschingsumzug in «Bayerisch China» angemeldet. Viele davon hatten einen fernöstlichen Touch: So war ein Kindergarten als «kaiserliche Reitstaffel» angekündigt, mehrere Gruppen hatten sich Drachenmotive überlegt.
Das überregional bekannte Narrentreiben mit dem Faschingsgruß «Kille Wau» geht auf die Legende zurück, dass die Dietfurter einst einen Steuereintreiber nicht in die Stadt gelassen und sich stattdessen «wie die Chinesen» hinter ihrer Mauer verschanzt haben sollen. In den vergangenen etwa 100 Jahren wurde der Spitzname zu einer Faschingsgaudi in Dietfurt, indem sich die Narren als Chinesen verkleideten.