Von den Morden des NSU bis zu den Anschlägen von Halle und Hanau: Eine Sonderausstellung in der Dokumentation Obersalzberg beschäftigt sich von diesem Freitag (12. Juni) an mit Geschichte, Ideologie und Folgen rechtsterroristischer Gewalt in Deutschland.
Die Wanderausstellung «Rechtsterrorismus. Verschwörung und Selbstermächtigung 1945 bis heute» des Museums Memorium Nürnberger Prozesse spannt den Bogen von der Nachkriegszeit bis in die Gegenwart. Thematisiert werden unter anderem das Oktoberfestattentat von 1980, die Mordserie des NSU sowie jüngere rechtsterroristische Anschläge.
Das Oktoberfestattentat war mit zwölf Todesopfern der folgenschwerste rechtsextreme Anschlag in der Geschichte der Bundesrepublik - der rechtsextreme Hintergrund wurde über Jahrzehnte verneint. Erst fast 40 Jahre später hielt die Bundesanwaltschaft nach neuen Ermittlungen fest, dass der Täter, der ebenfalls starb, aus einer rechtsextremistischen Motivation handelte. Die Morde der Terrorgruppe «Nationalsozialistischer Untergrund» wurden zuerst als «Dönermorde» bezeichnet - und die vorwiegend türkischen Opfer kriminalisiert.