Die Nachfahren der jüdischen Kunsthändler Gebrüder Lion haben vom Germanischen Nationalmuseum fünf im Nationalsozialismus geraubte Kunstwerke zurückerhalten. Die Brüder Louis, Hans und Fritz Lion seien als Juden verfolgt worden und damals unter dem Druck der Verhältnisse gezwungen gewesen, ihr Geschäft aufzugeben, heißt es in einer Mitteilung des Museums. Grundlage für die Entscheidung zur Restitution seien eine umfassende Provenienzforschung und eine Anerkennung der historischen Verantwortung gewesen.
Würdigung «in wenigen Monaten»
Die Erbengemeinschaft lobte den guten und konstruktiven Dialog mit dem Museum und «die umgehende Würdigung» des Anliegens in wenigen Monaten. «Die nun gefundene Lösung würdigt das Schicksal der verfolgten Brüder Lion und stellt einen wichtigen Akt der historischen Gerechtigkeit in Nürnberg dar», sagte Erbenanwalt Hannes Hartung.
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