Der Ausschluss jüdischer Mitglieder aus dem Fußballverein 1. FC Nürnberg während des Nationalsozialismus ist Ausgangspunkt für ein Theaterstück über die identitätsstiftende und ausgrenzende Wirkung von Fußball noch heute. «Heulen mit den Wölfen» feiert am 19. April am Staatstheater in Nürnberg seine Uraufführung. Auf der Bühne werden dabei auch zehn Bürgerinnen und Bürger stehen - alle selbst Fußballspieler, Club-Mitglieder oder Fans.
Das Stück basiert auf dem gleichnamigen Buch «Heulen mit den Wölfen», in dem der Autor Bernd Siegler dieses dunkle Kapitel der Vereinsgeschichte aufarbeitet. Im Mittelpunkt stehen die Biografien von rund 140 jüdischen Mitgliedern, die der Club 1933 aus antisemitischen Gründen ausschloss. Das Buch thematisiert aber auch den Umgang des Vereins mit seiner Geschichte und den immer noch bestehenden Antisemitismus im Fußball.