Der Comedian Michael Mittermeier hat Klagen seiner Branchenkollegen über eine angebliche Einschränkung der Meinungsfreiheit in der Kunst mit deutlichen Worten zurückgewiesen. «Ich sage den Künstlern, die sich auf die Bühne stellen und sich beschweren, sie dürften nichts mehr sagen: Fahr nach Hause, heul dich bei deiner Mama aus und werde Bäcker, aber in der Comedy hast du definitiv den falschen Job», sagte der 60-Jährige der «Neuen Osnabrücker Zeitung», ohne dabei jemanden namentlich zu nennen.
Er frage diese Menschen zudem immer nach einer «ominösen Liste der angeblich verbotenen Wörter», habe aber bisher von keinem eine solche Liste erhalten. «Die meisten Menschen, die sich darüber aufregen, dass sie etwa das N-Wort nicht mehr benutzen sollen, haben es vorher nie gebraucht. Aber jetzt, wo klar ist, dass es eine miese Beleidigung ist, wollen sie es unbedingt sagen.» Mit dem Begriff «N-Wort» wird heute eine früher gebräuchliche rassistische Bezeichnung für Schwarze umschrieben.