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Kritik an Bier zu politischen Pointen an «stillem» Tag

Bier gehört nicht nur bei vielen Besuchern der CSU am politischen Aschermittwoch dazu.  / Foto: Sven Hoppe/dpa
Bier gehört nicht nur bei vielen Besuchern der CSU am politischen Aschermittwoch dazu. / Foto: Sven Hoppe/dpa

In Bayern sind öffentliche Partys und Club-Veranstaltungen an einigen Tagen verboten, um deren «ernsten Charakter» zu wahren – auch am Aschermittwoch. Das Politspektakel stößt da manchem sauer auf.

Der Bund für Geistesfreiheit (BFG) hält die Veranstaltungen zum politischen Aschermittwoch von CSU und Freien Wählern in Bayern für «ziemlich verlogene Politik» – vor allem mit Blick auf das Verbot öffentlicher Partys an sogenannten stillen Tagen in Bayern. 

Auch der Aschermittwoch sei laut bayerischem Feiertagsgesetz so ein stiller Tag, teilte die Organisation mit Sitz in München mit. «Trotzdem finden an diesem Tag die politischen Aschermittwochs-Veranstaltungen vieler Parteien statt, auf denen es zum guten Ton gehört, sich bestenfalls über den politischen Gegner lustig zu machen, schlimmstenfalls ihn als Person herabzuwürdigen.»

Wer sich gerne CSU-Chef Markus Söder und Freie-Wähler-Chef Hubert Aiwanger «und das Gegröle über deren magere Witzchen» anhören wolle, solle das tun, sagte BFG-Vorsitzende Assunta Tammelleo. «Aber zugleich an stillen Tagen wie Gründonnerstag, Allerheiligen und sieben weiteren Tagen das Feiern und Tanzen in Clubs und Diskotheken zu verbieten, das ist schon eine ziemlich verlogene Politik der bayerischen Staatsregierung. Entweder jemandem ist der ernste Charakter eines Tages wichtig oder eben nicht.»

Der Bund für Geistesfreiheit kämpft seit Jahren dafür, in Bayern auch an stillen Tagen öffentliche Tanzveranstaltungen zuzulassen – teils musste der Streit darüber zuletzt auch gerichtlich entschieden werden.

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