Die Richard-Wagner-Festspiele werden 150 Jahre alt - und ganz Bayreuth will mitfeiern. Die Stadt werde zum Gesamtkunstwerk - «nicht nur während der Festspielzeit, sondern das ganze Jahr über», sagte Oberbürgermeister Thomas Ebersberger (CSU) bei der Vorstellung des Programms.
Die Stadt zeige in verschiedenen Disziplinen wie etwa Musik, Kunst, Theater, Illumination oder Street-Art, «dass ihr kulturelles Erbe kreativ weitergedacht wird. Dabei wollen wir die ganze Bevölkerung mitnehmen.»
Festmeile zum Festspielstart
Die Aufführungen vom 25. Juli an im Festspielhaus selbst sind nach Angaben der Festivalleitung längst ausverkauft. Doch in der Stadt wird das ganze Jahr über gefeiert. Man wolle dabei die Festspielidee bewusst für neue Formate, Orte und Zielgruppen öffnen, hieß es. Die Kommune unterstütze mehr als 150 Veranstaltungen und organisiere drei große Events selbst: ein Straßenfestival im Mai, eine Festmeile zum Festspielauftakt am 25. und 26. Juli und eine Lange Nacht der Kultur im Herbst.
Das Festspieljubiläum habe auch eine große Resonanz in der Stadtgesellschaft gefunden, sagte Kulturreferentin Eva Bär. Viele lokale Initiativen hätten Projektideen eingebracht. «Fast allen Projekten konnten wir eine Förderung zusagen und damit ein vielfältiges Festivalprogramm ermöglichen.»
Der Komponist Richard Wagner (1813-1883) verwirklichte einst in Bayreuth seine Festspielidee - ein Haus wurde eigens für die Aufführung seiner Werke errichtet. Die ersten Festspiele fanden vom 13. bis 30. August 1876 statt, wurden allerdings ein finanzieller Reinfall. Erst 1882 stiegen die nächsten Festspiele in Bayreuth.
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