Die Agnes-Bernauer-Festspiele in Straubing sollen am Samstag mit einer Zusatzvorstellung zu Ende gehen. Doch das Bernauer-Fieber in der Stadt glüht weiter: Am 5., 6. und 7. August folgt die Persiflage «Schwimm, Agnes, schwimm». Das Stück aus der Feder von Autor Wolfgang Engel nimmt die Historie auf die Schippe und zeigt, wie sich die Liebesgeschichte zwischen dem Herzogssohn Albrecht und der nicht standesgemäßen Agnes möglicherweise wirklich zugetragen hat - Happy End nicht ausgeschlossen.
Liebe, Softeis, Hochzeitsshow
Der Autor hat die überlieferte Geschichte leicht umgeschrieben - oder korrigiert? Statt aus Augsburg kommt Agnes aus dem Stadtteil Alburg, ihr Vater ist nicht Bader, sondern Bademeister. Als Bademeistertochter muss Agnes dem Vater bei der Arbeit helfen - als Softeisverkäuferin im Schwimmbad. Und wenn Agnes am Ende in der Donau um ihr Leben krault, wird sie vom Publikum lautstark angefeuert: «Schwimm, Agnes, schwimm!».
Auch Oberbürgermeister Markus Pannermayr (CSU) ist froh, dass das Stück mögliche historische Irrtümer aufdeckt: «Straubing hat großes Glück», schrieb er auf Instagram, denn: «Wolfgang Engel besitzt eine Feder, die nur die Wahrheit erzählen kann. Und es gibt mutige Frauen und Männer, die diese Wahrheit tapfer auf die Bühne bringen werden.»
Wie in den früheren Spielzeiten stammt die Musik von Martin Jungmayer. Das etwa 20-köpfige Ensemble sei weitgehend dasselbe. «Sie sind nur eben 18 Jahre älter geworden», so Engel über die Darsteller. Ab 18.00 Uhr wird Musik gespielt und der Getränkeausschank beginnt. Um 21.00 Uhr folgt die Aufführung.